Gefahren des Medikamentenmissbrauchs
Der Missbrauch von Medikamenten birgt zum Teil erhebliche Risiken in sich.

Vor allem die Opioide und Benzodiazepine können eine starke Medikamentenabhängigkeit verursachen. Hat sich eine solche Abhängigkeit ausgebildet, verlangt der Körper immer wieder nach der Zufuhr dieser Wirkstoffe. Werden diese dann nicht mehr eingenommen, kommt es zum Teil zu erheblichen Entzugserscheinungen. Vor allem bei den Benzodiazepinen können diese Entzugserscheinungen sehr gefährlich werden. Hierbei reagiert der Körper auf das Ausbleiben der Wirkstoffzufuhr oft mit starken Krämpfen, die bis hin zum Grand mal (großer Krampfanfall) führen können. Eine Entzugstherapie von diesen Wirkstoffen ist meistens körperlich sehr stark belastend und kann sich von einigen Tagen bis hin, je nach vorhergehendem Konsummuster, zu mehreren Monaten erstrecken. Hierbei unterscheidet man zwischen den physischen und den psychischen Entzugserscheinungen. Während der physische Entzug meistens verhältnismäßig schnell überwunden werden kann, können sich die psychischen Entzugserscheinungen über eine sehr lange Zeit hinziehen. Vor allem durch den psychischen Suchtdruck kann es immer wieder zu Rückfällen kommen.

Des Weiteren kann sich bei vielen Wirkstoffen bei längerer regelmäßiger Anwendung eine Toleranzentwicklung einstellen. Dadurch werden immer höhere Dosierungen notwendig, um die gewünschten Effekte zu erzielen.

Bei den Wirkstoffen, die erst bei erheblichen Überdosierungen Rauschzustände erzeugen, kann es aufgrund der aufgenommenen Wirkstoffmengen zu schwerwiegenden Organschädigungen kommen. Hierbei werden vor allem die Nieren und die Leber übermäßig stark belastet.

Darüber hinaus kann der Missbrauch von Medikamenten zu weiteren schwerwiegenden Nebenwirkungen führen, die in ihrer Intensität bis hin zum Tod reichen können. Zum Beispiel kann es bei der missbräuchlichen Einnahme von Opioiden zu gefährlichen Atemdepressionen kommen, die im Extremfall bis zum Erstickungstod führen können.